Um die Paderborner Schulen und weitere interessierte
Bildungseinrichtungen
kostengünstig innerhalb eines Intranets miteinander zu verbinden
und den Betreuungsaufwand für die Schulen zu minimieren, versucht
das Paderborner Bildungsnetz, modellhaft eine tragfähige
Lösungsmöglichkeit auf der Basis eines innovativen
technischen Konzeptes aufzuzeigen.
Unmittelbarer Nutzen des PBBN für Lehrer und
Schüler ist zunächst, dass die Übertragungsbandbreite in
das Internet um ein Vielfaches steigt und gleichzeitig die
individuellen Kosten jeder Schule für die Internet-Anbindung
wegfallen. Wichtige lokale Quellen für Informationsmaterial wie
etwa die Kreisbildstelle, die Computer-Bibliothek der Stadt,
Einrichtungen der Universität wie die Universitäts-Bibliothek
oder das Audiovisuelle Medienzentrum können dann im Intranet sogar
zum Nulltarif erreicht werden.
Wesentlicher ist jedoch, dass die hohen
Übertragungsraten die Grundlage für neue netzbasierte
multimediale Lehr- und Lernanwendungen an den
Rechnerarbeitsplätzen in den Schulen bereitstellt. Begleitende
Teilprojekte zur Nutzung dieser Möglichkeiten haben bereits
begonnen. Mehrere Arbeitsgruppen der Universität arbeiten zusammen
mit den Schulen und mit der von der Bertelsmann-Stiftung und der
Heinz-Nixdorf-Stiftung getragenen BIG-Initiative (Bildungswege in der
InformationsGesellschaft) an neuen Lehr- und Lernkonzepten.
Videokonferenzen zwischen Schulen oder Teleteaching etwa in Form von
Live-Übertragungen von Lehreinheiten werden möglich.
Schulübergreifende Projekte wie etwa gemeinsame Leistungskurse
oder Arbeitsgemeinschaften können durch die technischen
Möglichkeiten leichter realisiert werden. Ein Beispiel für
solche schulübergreifenden Projekte ist der gerade entstehende
Gewässeratlas der Region Paderborn.
Wichtiges Anliegen des Projektes ist es aber auch,
gleichzeitig den mit der Netzwerknutzung verbundenen technischen
Ballast auf ein unabdingbares Minimum zurückzuführen. Der
Netzwerkarbeitsplatz steht zur Verfügung, ohne dass sich ein
Lehrer um die technischen Details des Netzwerks oder die neuesten
Gebührenmodelle der Telekommunikationsanbieter Gedanken machen
muss. Lehrer und Schüler können sich wieder voll auf die
eigentlichen Unterrichtsinhalte konzentrieren. Der Rechner ist nicht
mehr Schwerpunktthema des Unterrichts, sondern zunehmend
selbstverständliches Arbeitshilfsmittel zum Erreichen der
eigentlichen Unterrichtsziele.
Stand: März 1999
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