Um die 44 Paderborner Schulen und weitere
Bildungseinrichtungen kostengünstig innerhalb eines Intranets
miteinander zu verbinden und den Betreuungsaufwand für die Schulen
zu minimieren, versucht das Paderborner Bildungsnetz modellhaft eine
tragfähige Lösungsmöglichkeit in Form eines abgestuften
Vernetzungs- und Betreuungskonzeptes aufzuzeigen. Unter Nutzung der
örtlichen Gegebenheiten und aktueller Technik (xDSL) wird relativ
kostengünstig ein sehr leistungsfähiges Intranet aufgebaut.
Der Begriff Intranet bedeutet, dass dieselben Techniken wie im Internet
eingesetzt werden, jedoch innerhalb eines abgegrenzten und privaten
Teilnetzes. Dieses abgegrenzte Intranet wird im wesentlichen auf
ungenutzten Kupferadern des Paderborner Ampelnetzes realisiert. Die
einzelnen Schulen haben in der Regel nur geringe räumliche Distanz
zum nächstgelegenen Knotenpunkt des Ampelnetzes und können
mit nur geringem Aufwand angeschlossen werden.
Mittels xDSL-Technik sind die Schulen
mit zentralen Knotenpunkten, die in Gebäuden der Stadtverwaltung
untergebracht sind, verbunden. Die zentralen Knoten wiederum werden
über Glasfaser mit der Universität Paderborn verbunden und
haben darüber Zugang zum globalen Internet. Längerfristig
können auch kommerzielle Internet-Provider genutzt werden. Die xDSL-Technik erlaubt z. B. im Fall
der im PBBN angewandten ADSL-Variante Übertragungsraten von bis zu
7 Mbit/s und damit etwa das Hundertfache gegenüber der bisherigen
Lösung auf der Basis von ISDN.
Durch die gemeinsame technische
Betreuung dieses Netzes, durch die Mobilisierung von Synergieeffekten
bei der Nutzung gemeinsamer zentraler Serverkomponenten sowie durch die
Nutzung des Intranets bei der technischen Betreuung der Rechner in den
beteiligten Schulen wird ein hoher Nutzen bei
verhältnismäßig geringen Folgekosten erreicht.
Während bisher der Internetzugang der Schulen über
ISDN-Wählleitungen erfolgte und mit hohen Telefonkosten verbunden
war, kann der Zugang jetzt über stadteigene Standleitungen
erfolgen. Der Zugang zum Internet wird dadurch zwar nicht kostenfrei,
aber die Verbundbildung ermöglicht grundsätzlich
günstigere Tarife (Mengenrabatte). Außerdem kann durch die
gemeinsame Nutzung von Ressourcen wie z. B. die Zwischenspeicherung
häufig benötigter Internetinhalte auf lokalen Servern
(Proxy-Caches) das Datenaufkommen zum Internet deutlich reduziert
werden.
Stand:
März 1999
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